Ein Rückblick des PME-Campus auf 2020

Das verrückte Jahr 2020 ist vorbei. Ich lade Sie ein, gemeinsam mit mir zurückzuschauen auf meine ersten Schritte mit dem PME-Campus. Mein Jahresrückblick wird in einem zweiten Post ergänzt durch einen Ausblick auf die laufenden Planungen für das Fortbildungsangebot in 2021.

Sie wollen direkt wissen, was wir in 2021 für Sie planen? Dann bitte hier entlang zum zweiten Post!

2020 war für mich nicht nur das verrückte Corona-Jahr, sondern auch das Jahr, in dem ich mir einen lang gehegten Wunsch erfüllt habe. Mit dem PME-Campus habe ich eine Plattform gegründet, die einen Beitrag zur Professionalisierung unseres Felds leisten soll. Es ist mein Anliegen, Fortbildungen auch solchen Menschen zugänglich zu machen, die nicht viel Zeit aufbringen können und vielleicht auch nicht über die Mittel verfügen, die die Teilnahme an Präsenzveranstaltungen erfordern. Die Idee, eine Fortbildungs-Plattform rein virtuell aufzusetzen, hatte viele Gründe – der Ausbruch der Corona-Pandemie ließ aus meiner zuvor eher unkonventionellen Idee eine schlichte Notwendigkeit werden.

Launch im September 2020

Rein formell fand die Gründung des PME-Campus im Mai 2020 statt. Die Vorbereitungen für den offiziellen Launch der PME-Campus-Webseite zogen sich jedoch über viele Monate hinweg. Dass meine beiden Kinder Corona-bedingt einige Monate nicht in den Kindergarten gehen konnten hat die Sache nicht unbedingt leichter gemacht.

Als Wissenschaftlerin ohne Startup-Erfahrung habe ich in dieser Zeit immer wieder Neuland betreten. Wie baut man eine Webseite? Wie geht Öffentlichkeitsarbeit? Wie schreibt man korrekte Rechnungen an Kund*innen im In- und Ausland? Im Rahmen der DeGEval-Jahrestagung konnte ich den PME-Campus dann endlich zum ersten Mal einer breiteren Öffentlichkeit vorstellen.

Für die ersten Webinare habe ich in Maria Lehmann, Claudia Willkens, Thomas Koepf und Susanne von Jan sehr erfahrene und kompetente Trainer*innen gefunden, die mit großem Engagement doch ein gewisses Risiko eingegangen sind. Schließlich war erst einmal unklar, ob unsere Themen überhaupt auf Nachfrage stoßen würden und wie schnell es uns gelingen könnte, das Angebot bekannt zu machen. Inzwischen haben wir hier mehr Klarheit: Zu beiden Themen – Wirkungsmodelle und Indikatoren – gab es eine große Resonanz, und für beide Themen planen wir gerade jeweils den dritten Durchgang in 2021.

  • 20.05.2020

    Offizielle Gründung des PME-Campus

    Ganz unspektakulär: Meldung ans Finanzamt, Beantragung einer Umsatzsteuer-Nummer.

  • 17.09.2020

    erste öffentliche Vorstellung des PME-Campus

    Der PME-Campus war Sponsor der DeGEval-Jahrestagung. In diesem Zusammenhang Vorstellung der ersten beiden Webinar-Angebote. Fast wäre der Launch der Webseite jedoch ins Wasser gefallen: Nur 24 Stunden vor Veranstaltungsbeginn musste ein IT-Notdienst virtuell ausrücken, nachdem die Seite plötzlich einfach verschwunden war…

  • 6.10.2020

    Das erste Webinar findet statt

    Maria Lehmann, Claudia Wilkens und Thomas Koepf springen ins kalte Wasser und unterrichten das erste Webinar am PME-Campus mit dem Titel „Gute Indikatoren – ein Crashkurs“.

  • 9.11.2020

    Das zweite Webinar findet statt

    Susanne von Jan bietet zum ersten Mal ihr Webinar „Wirkungsmodelle und ihre Plausibilität“ an. Mit 12 Teilnehmer*innen ist es voll belegt – auch der Wiederholungstermin am 9.12. ist schnell ausgebucht.

  • 18.11.2020

    Jury-Empfehlung für das NRW-Gründerstipendium

    Nach einem virtuellen Pitch kommt die gute Nachricht: Die Jury hat dem PME-Campus eine Förder-Empfehlung für das NRW-Gründerstipendium ausgesprochen! Die Förderung für ein Jahr beginnt voraussichtlich am 15.01.2021.

Drei Lessons Learnt aus den ersten Monaten PME-Campus

Die ersten Monate mit dem PME-Campus waren in vielerlei Hinsicht intensiv. Besonders spannend war für mich der Austausch mit der Community. Ich habe es geschafft, mit fast allen Webinar-Teilnehmer*innen persönliche Feedback-Gespräche zu führen und dabei unter anderem das gelernt:

Die Nachfrage nach Fortbildung ist riesig. Die deutschsprachige Community rund um das Thema Planung, Monitoring und Evaluation hat großen Durst nach professioneller Weiterentwicklung. Die Anforderungen in unserem Berufsfeld sind groß und wachsen ständig. Es gibt hier eine Lücke im aktuellen Angebot, vor allem für kleinere Organisationen, die sich keine in-house-Schulungen oder aufwändige Wochenend-Seminare leisten können.

Fortbildung braucht Zeit. Ein Webinar muss mindestens zwei Stunden dauern,  damit die Teilnehmer*innen sich auch selbst aktiv mit den Inhalten auseinandersetzen können. Und die aktive Auseinandersetzung ist gerade in Online-Formaten ein Muss, weil kein Mensch anderthalb Stunden oder länger konzentriert und aktiv zuhören kann – erst recht nicht virtuell.

Wir brauchen mehr Vernetzung. Der Austausch untereinander ist enorm gewinnbringend. Für die allgemeine Erweiterung des eigenen professionellen Horizonts, für ganz konkrete kollegiale Unterstützung, aber auch für eine stärkere Identifikation mit PME als einem definierten Berufsfeld mit ganz bestimmten Prozessen und eigenen Qualitätsstandards.

Der PME-Campus ist auf dem richtigen Weg

Der PME-Campus blickt auf einen gelungenen Start in 2020 zurück. Die ersten Webinare waren ausgebucht, aber was noch viel wichtiger ist: Die Teilnehmer*innen insgesamt waren sehr zufrieden.

Und auch von einer ganz anderen Seite gab es Bestätigung dafür, dass der PME-Campus auf dem richtigen Weg ist: Die Jury des Gründerstipendiums NRW hat mir im November 2020 eine Förder-Empfehlung für 2021 ausgesprochen. Beginn der Förderung wird voraussichtlich der 15.01.2021 sein. Neben dem Stipendium, das mir Raum gibt für die inhaltliche Weiterentwicklung des Angebots, beinhaltet die Förderung auch die Begleitung durch einen Coach, der die Business-Seite des Unternehmens im Blick hat und mich dahingehend beraten kann – für mich als Wissenschaftlerin eine riesige Unterstützung.

Nun möchte ich Sie zu einem kurzen Ausblick auf 2021 einladen: Was wird es Neues beim PME-Campus geben?

 

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